gescannter Film auf dem Bildschirm

Filme scannen mit dem Epson Perfection V850 Pro

Wer sich nach wie vor der analogen Fotografie verschrieben hat, möchte seine Bilder häufig trotzdem im Internet zeigen und auf Plattformen wie Flickr oder Instagram Gleichgesinnte und Follower finden. Wir zeigen euch heute, wie einfach es ist, Filme zu scannen. Dafür nutzen wir den Epson Perfection V850 Pro.

Doch warum interessieren gerade wir uns dafür, Filme zu scannen? Die analoge Fotografie spielt neben den ganz alten Techniken eine zentrale Rolle in unseren Fotoworkshops in Berlin. Deshalb mussten auch wir uns früher oder später Gedanken machen, wie wir das entstandene Material aufbereiten. In unseren Workshops nutzen wir Mittelformatkameras wie die Mamiya RB 67 oder die Hasselblad 501 C, in der Freizeit dazu noch diverse Kleinbildkameras.

Worauf beim Kauf eines Filmscanners zu achten ist

Wir brauchten also einen leistungsstarken Filmscanner, der Negative mit Kantenlängen von 6 cm scannen kann. Der Epson Perfection V850 Pro ist dafür für wie gemacht, denn er wird mit Scanmasken für Kleinbildfilme (35 mm), Mittelformate (60 mm) und sogar Großformate (4x5 Zoll) geliefert. Um die 850 € kostet dieser Filmscanner. Dafür wird die notwendige Scansoftware Silverfast gleich mitgeliefert. Ohne diese ist es kaum möglich, in anständiger Qualität Filme zu scannen. Die Software ermöglicht es, Belichtungskorrekturen und Kontraste zu steuern sowie die gängigsten Filmtypen der großen Hersteller zu simulieren. Wir haben es zwar mit analoger Fotografie zu tun, durch die Digitalisierung der Filme ergeben sich jedoch diverse Übersetzungsprobleme, die den Charakter der Fotografien maßgeblich beeinflussen können. Das sollte jedem klar sein, der seine Filme scannen und digital verbreiten möchte.

Doch nun zum Scanner. Im Epson Perfection V850 Pro kommen als Lichtquelle weiße LEDs zum Einsatz. Diese sind äußerst langlebig und brauchen weniger als 1 Sekunde zum Aufwärmen. Nach dem Einschalten des Gerätes kann es mit dem Filme scannen also unmittelbar losgehen. Gerade ältere Filmscanner brauchten hier deutlich länger. Die Auflösung ist beim V850 Pro im Durchlichtmodus mit 6400 dpi zureichend groß. Damit lassen sich riesige Dateien erstellen. Der Durchlichtmodus ist zum Negative scannen notwendig. Anders als bei normalen Flachbettscannern hat der Epson Perfection V850 Pro auch im Deckel eine Lichteinheit, die in diesem Modus aktiv ist. Das Licht wird beim Scannen nicht reflektiert, sondern strömt durch das (semi-)transparente Medium.

aufgeklappter Filmscanner mit Durchlichteinheit

Analoge Fotografie hat immer auch mit Handfertigkeit zu tun. Beim Filme scannen ist es nicht anders. Der Filmstreifen muss auf die Länge der Scanmaske reduziert werden und kann dann in die Arretierung eingeführt werden. Daraufhin wird die Sicherungsschiene herunter geklappt und der Film ist für den Scan fixiert. Es ist dabei wichtig, auf Sauberkeit zu achten. Auf dem gescannten Film ist nachher jedes Staubkorn zu entdecken. Es heißt also wischen und pusten was das Zeug hält, damit so wenig wie möglich Verunreinigungen mitgescannt werden. Die restlichen können in der Nachbearbeitung mit Photoshop entfernt werden.

Scanmaske Kleinbild

Die Mühe lohnt sich aber allemal. Analoge Fotografie ist auch mit günstigen und alten Kameras in hoher Qualität zu bewerkstelligen. Um mit Digitalkameras in diesen Bereich vorzudringen, sind oft mehrere tausend Euro notwendig. Wer analog fotografiert und seine Filme scannt, hat außerdem immer eine kostengünstige physische Datensicherung. Selbst wenn die Festplatte mal abstürzt, liegt das Backup immer in der Schachtel. 

digitalisiertes Negativ

digitalisiertes Negativ - aufgenommen mit einer Exa Ihagee (30 € bei Ebay)

Filme zu scannen ist kein Bestandteil unserer Fotoworkshops in Berlin. Auf Nachfrage digitalisieren wir aber natürlich gerne eure Dateien. Meldet euch bei uns.

Alle Bilder © Camera Curiosa/André Schmidt